Erfahrungsbericht Ärztin in Rehaklinik
  • Optimale Work-Life-Balance
  • Mehr Zeit für Patienten
  • Fachliche Herausforderungen
  • Abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Sicherer Arbeitsplatz
  • Sinnvolle Aufgabe

Arbeiten als Ärztin in einer Rehabilitationsklinik

Ein Erlebnisbericht von Dr. med. Judith Schnurr

Mit 31 Jahren hatte ich mich entschieden, eine andere Seite der Medizin kennenzulernen: die rehabilitative. Ich war bis dahin nach meinem Examen seit vier Jahren als Ärztin in der „Inneren“ und in der Pädiatrie tätig, im letzten Jahr in der internistischen Abteilung eines Akutkrankenhauses. Mit unzähligen Patientinnen und Patienten habe ich in dieser Zeit über die Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme gesprochen. Dabei hatte ich stets das Gefühl, als Blinder von der Farbe zu sprechen. Denn was dort genau gemacht wurde – so richtig wusste ich das nicht.

Ich wollte mehr erfahren über die Arbeit als Ärztin in einer Reha-Klinik

Ich denke, vielen meiner Kollegen geht es ähnlich. Als ich ihnen erzählte, dass ich wechseln würde, und zwar zur Klinik Roderbirken, eine der größten Rehabilitationskliniken für Herz-, Kreislauf-, Gefäßerkrankungen und Psychokardiologie in Deutschland, kamen Kommentare wie: „Schade, aus Ihnen hätte was werden können“ oder „Dann bist Du wohl mal weg“. War ich jetzt also weg? Weg wovon? Weg von der „richtigen Medizin“? Nicht länger Ärztin, eher Animateurin in einem medizinisch-gefärbten Wellness-Hotel?
Mitnichten! Schon sehr bald sollte ich lernen, dass Ärzte für eine erfolgreiche Reha einiges leisten müssen.

Anspruchsvolle Aufgaben für uns Ärzte

Tag für Tag kam ich mit den unterschiedlichsten Patientinnen und Patienten in Kontakt: Es gab die, die gut informiert und hoch motiviert waren, deren kardiologisches Akutereignis schon Jahre zurücklag, und die mit ihrer Reha den erreichten Status sichern wollten. Dann es gab die Fälle, wo es darum ging, eine drohende Verschlechterung zu vermeiden. Bei den Anschlussrehabilitationen, die in der Regel nahtlos auf einen Krankenhausaufenthalt folgen, gab es die „einfachen“ Fälle mit STEMI und NSTEMI mit guter linksventrikulärer Pumpfunktion und unkompliziertem Behandlungsverlauf. Hier standen weniger komplizierte Überlegungen zu Diagnostik und Therapie im Vordergrund als vielmehr die Informationen zum Krankheitsbild, zu Risikofaktoren und zu einer sinnvollen Lebensstiländerung.

Dann gab es die Patientinnen und Patienten, die kurz nach ihrer Bypass-Operation kamen. Hier war häufig eine intensive Betreuung, postoperative Diagnostik und eine psychische Stabilisierung notwendig.

Bei vielen war noch Nahtmaterial vorhanden, teilweise galt es auch, eine Wundheilungsstörung durch Verbandswechsel oder Antibiotikatherapie zu behandeln oder ein Postkardiotomiesyndrom zu stabilisieren. Das galt auch für alle, die einen „Klappenersatz“ bekommen hatten. Bei ihnen spielte auch die Schulung im Selbstmanagement mit oralen Antikoagulanzien eine Rolle. Eine intensive Kontrolle benötigten Patientinnen und Patienten mit einem Linksherzunterstützungssystem.

Moderne Ausstattung in den Reha-Kliniken

So vielfältig und verschieden das Klientel in der Klinik Roderbirken ist, so zahlreich sind dort die diagnostischen Möglichkeiten. Denn wegen kürzerer Liegezeiten in den Akutkrankenhäusern kommen Rehakliniken heute mehr Aufgaben zu als früher. Standard sind in Roderbirken EKG-Langzeitmessungen, Echokardiografien (häufig auch zur postoperativen Kontrolle), Schlafapnoe-Screenings und Belastungs-EKG. Falls nötig werden dynamische Stressechokardiografien, Spiroergometrien, transösophageale Kardioversionen durchgeführt. Auch die Duplexsonografie der extracraniellen und der peripheren Gefäße sowie Abdomen- und Schilddrüsensonografie gehören zum Repertoire der Ärzte in Roderbirken.

Für kardiologische Notfälle steht natürlich ein „Schockraum“ für die Erst-Versorgung zur Verfügung. Eine lückenlose Kreislaufkontrolle ist zudem bei vielen Patientinnen und Patienten mittels telemetrischer Überwachung möglich.

Die längere Betreuungsdauer bietet allen Beteiligten echte Vorteile

Positiv empfinde ich, dass wir unsere Patientinnen und Patienten mehrere Wochen betreuen und mit ihnen gemeinsam die Therapiekonzepte erstellen und auch überprüfen können. Zusätzlich erlernt man die Sozialmedizin, mit der ich beispielsweise zuvor nie in Berührung gekommen war. So ist es unter anderem auch Aufgabe der Reha-Ärztinnen und -Ärzte, anhand des Krankheitsbildes und der körperlichen Leistung zu entscheiden, was Patientinnen und Patienten beruflich noch machen können.

Wir schöpfen aus einem umfangreichen Reservoir an Wissen und gestalten dies mit

Als Ärztin oder Arzt einer Rehaklinik wird man Teil eines multidisziplinären Teams, dessen Behandlungserfolge gemeinschaftliche Erfolge sind. Trotzdem sind Eigenverantwortung und Eigeninitiative auch hier ausdrücklich gefragt und erwünscht. So sind zum Beispiel Fort- und Weiterbildung oder eine Beteiligung an Rehabilitations-Forschungsprojekten möglich.

Sicherheit und attraktive Arbeitszeiten bieten ein Mehr an Lebensqualität

Zu einer interessanten Alternative wurde das Arbeiten in der Rehaklinik für mich auch durch sehr attraktive Arbeits- und gute Rahmenbedingungen. Es gibt feste Arbeitszeiten mit Gleitzeit-Möglichkeit: Eventuelle Mehrarbeit wird im Zeitkonto dokumentiert und kann durch Freizeit ausgeglichen werden. So ist meine Zeit endlich planbar geworden und ich kann Berufs- und Privatleben gut unter einen Hut bringen.

Aktuell sind 23 Stellenangebote für Ärzte (m/w/d) verfügbar.
Assistenzärztin / Assistenzarzt - Innere Medizin
  • Assistenzärztin / Assistenzarzt
  • Innere Medizin
  • Bad Windsheim
  • Vollzeit
  • Befristet
  • REHA-1014
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Über uns

Die Frankenland-Klinik (187 Betten) ist eine modern ausgestattete Reha- und AHB-Fachklinik der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern für Orthopädie, Innere Medizin und Dermatologie mit indikationsangepasster Diagnostik- und Therapieabteilung.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum 01.07.2020 oder dem nächstmöglich späteren
Zeitpunkt – spätestens zum 01.10.2020 – für das Gebiet Innere Medizin/Allgemeinmedizin einen

Assistenzarzt (m/w/d)

in Vollzeit mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden.

Die Einstellung erfolgt in ein auf zunächst ein Jahr befristetes Beschäftigungsverhältnis.

Für Auskünfte und Rückfragen zum Anforderungs- und Tätigkeitsprofil steht Ihnen der Chefarzt, Herr Dr. Rainer Tischendorf (Tel.: 09841 95-100), und die Oberärztin der Inneren Medizin, Frau Dr. Katharina Heilig (Tel.: 09841 95-211), gerne zur Verfügung.

Zum Zweck der Durchführung des Bewerbungsverfahrens werden wir die von Ihnen in Ihrer Bewerbung mitgeteilten Daten verarbeiten und nach Abschluss des Verfahrens wieder löschen. Auf die auf unserer Homepage veröffentlichten Datenschutzhinweise zum Bewerbungsverfahren nehmen wir Bezug. Sollten Sie mit der Verarbeitung Ihrer Daten einverstanden sein, richten Sie Ihre vollständige Bewerbung bitte an die

Frankenland-Klinik, Schwarzallee 1, 91438 Bad Windsheim

oder per E-Mail an

frankenlandklinik-personal-verwaltung@drv-nordbayern.de.

Bitte schicken Sie Dateien ausschließlich im PDF-Format. Das Gesamtvolumen der E-Mail sollte 10 MB nicht überschreiten.

Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund des Datenschutzes auf E-Mails nur telefonisch oder persönlich antworten können. Bitte geben sie daher eine Telefonnummer und ihre Erreichbarkeit mit an.

Wir fördern aktiv die Gleichstellung aller Beschäftigten. Die Stelle ist grundsätzlich teilzeitfähig und für die Besetzung mit schwerbehinderten Menschen geeignet. Schwerbehinderte Menschen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.

Schwerbehinderte Menschen haben das Recht, bei Vorstellungsgesprächen auf die Teilnahme der Schwerbehindertenvertretung zu verzichten. Sofern Sie als schwerbehinderter Mensch bei einem etwaigen Vorstellungsgespräch von diesem Recht Gebrauch machen wollen, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis im Bewerbungsschreiben.

Unsere Leistungen

  • einen attraktiven Arbeitsplatz mit sehr gutem Arbeitsklima
  • Vergütung nach dem Tarifvertrag unserer Tarifgemeinschaft (vergleichbar dem TVöD) und weitere soziale Leistungen des öffentlichen Dienstes
  • vielseitige und interessante Aufgabeninhalte mit individuellen Entwicklungsmöglichkeiten
  • ein weitreichendes Angebot an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Weiterbildungsbefugnis für jeweils ein Jahr liegt vor für:
    • Innere- u. Allgemeinmedizin (stat. Basisweiterbildung)
    • Orthopädie und Unfallchirurgie
    • Physikalische und Rehabilitative Medizin
    • Diabetologie
    • Sozialmedizin
  • Möglichkeit zur zweijährigen Weiterbildung zum Diabetologen (m/w/d) – Lehrklinik der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM)

Ihre Voraussetzungen

  • ein ausgeprägtes Interesse für die interdisziplinäre Arbeitsweise der medizinischen Rehabilitation
  • erste Berufserfahrung im Bereich Innere Medizin oder Allgemeinmedizin
  • ein hohes Maß an Engagement, Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit
  • gute kommunikative Fähigkeiten in Wort und Schrift
  • teamorientierte und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • Interesse an der Mitarbeit an unserem FAT-Programm

Stellenbeschreibung

  • Betreuung der internistisch/orthopädischen Station
  • Durchführung internistisch/orthopädischer Basisdiagnostik
  • Übernahme von Schulungen
  • Betreuung der Patienten (m/w/d) unseres FAT-Programms (intensives Gewichtsabnahmeprogramm – Fränkisches Adipositas Training)
  • Übernahme von Nacht- bzw. Wochenenddiensten
  • Betreuung der diabetologischen Station im Vertretungsfall
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Ihr Ansprechpartner/in

Dr. med. Rainer Tischendorf
Klinikleitung

09841 95-101

Anschrift

Frankenland-Klinik
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Wir möchten darauf hinweisen, dass Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht sind. Die einschlägigen gesetzlichen Regelungen zur Förderung von Frauen finden bei der Auswahl Anwendung. Dies gilt gleichermaßen für die Bewerbung von schwerbehinderten Menschen.